Brugg

Am 7. März fand in der Turnhalle von Oberbözberg eine Informationsveranstaltung über den Stand des Sachplanverfahrens geologisches Tiefenlager statt. Die Regionalkonferenz Jura Ost sowie weitere Verfahrensbeteiligte und Interessengruppierungen präsentierten sich dem Publikum mit Informationsständen. Ausserdem wurden verschiedene Vorträge vermittelt. 

Die Präsentationen zu den Vorträgen (BFE, ENSI, Kanton Aargau, Nagra) können bei der Geschäftsstelle Jura Ost bezogen werden.

 

treffpunkt

Von den ursprünglich sechs möglichen Standortgebieten für ein geologisches Tiefenlager sollen noch zwei im weiteren Verfahren bleiben: Jura Ost und Zürich Nordost. Beide eignen sich sowohl für ein Lager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle als auch für ein Lager für hochradioaktive Abfälle.

Für die Region Jura Ost bedeutet dieser sogenannte 2x2-Entscheid keine Überraschung. Die grundsätzliche Eignung des geologischen Standortgebiets für ein Tiefenlager wurde in der Etappe 1 des Verfahrens von allen Expertengremien bestätigt. Auch neuere erdwissenschaftliche Untersuchungen scheinen diese Eignung zu bestätigen. Die Regionalkonferenz Jura Ost wartet nun gespannt auf die Ergebnisse der Expertengremien, die den 2x2-Vorschlag der Nagra begutachten werden.

Für die Region ist entscheidend, dass das Tiefenlager am sichersten Standort gebaut wird und dass die Spielregeln, die das Verfahren vorgibt, von allen Beteiligten eingehalten werden. Unter diesen Bedingungen wird sich die Region Jura Ost weiterhin kritisch-konstruktiv am Sachplanverfahren beteiligen. Sie hofft dabei auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Kanton.

Die Termine 2015 für die Regionalkonferenzen wurden vom Leitungsteam wie folgt festgelegt: 25. Februar, 18. Juni und 29. Oktober (jeweils 18 Uhr).

Die 13. Plenumsveranstaltung der Regionalkonferenz Jura Ost fand am 4. Dezember 2014 in der Stadthalle Laufenburg statt. Im Zentrum der Konferenz stand ein Bericht zu den möglichen sozioökonomisch-ökologischen Auswirkungen eines geologischenTiefenlagers auf die Region (SÖW-Studie Teil 2). Weiter beschäftigte sich die Konferenz mit der Vereinbarkeit  geologischer Tiefenlager mit regionalen Naturpärken. Sie nahm dazu einen schriftlichen Bericht zur Kenntnis, der von der Fachgruppe SÖW zu diesem Thema erarbeitet worden war.

Die 12. Plenumsversammlung der Regionalkonferenz Jura Ost findet am 28. August in Laufenburg statt. Im Zentrum dieser Versammlung stehen zwei Fachreferate. Das erste Referat von Philip Birkhäuser (Nagra) lautet: "Einsichten in die Geologie der Standortgebiete für ein mögliches Tiefenlager: Ergebnisse der seismischen Untersuchungen 2011/12". Anschliessend berichtet Prof. Simon Löw von der ETH Zürich über "Bautechnischen Risiken und Langzeitsicherheit von geologischen Tiefenlagern in der Nordschweiz".

Die 11. Regionalkonferenz Jura Ost fand am 21. Mai 2014 im Salzhaus in Brugg statt. Im statutarischen Teil der Versammlung standen Ergänzungswahlen für die Fachgremien an. Karl Läuchli, Gemeindevertreter Rüfenach, wurde in die Fachgruppe Sicherheit gewählt, Roland Schmitt, Brugg/Umiken, in die Fachgruppe SÖW. 

Dr. Meinert Rahn informierte die Konferenzmitglieder anschliessend über die sicherheitstechnischen Kriterien im Sachplanverfahren. Den Abschluss der Konferenz bildete ein Zwischenbericht zum Stand der Abklärungen zu den sozioökonomisch-ökologischen Auswirkungen eines Tiefenlagers. 

11. regionalkonferenz