Brugg

Das Schaufenster der Geschäftsstelle Jura Ost ist weihnachtlich geschmückt und bietet eine schöne Einstimmung in die Adventszeit.

weihnachtsfenster

Die Suche nach möglichen Standorten für geologische Tiefenlager läuft nach den im Sachplan bestimmten Kriterien ab. Dies ergaben Abklärungen des Generalsekretariats des Eidggenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK). Das Verfahren ist in einzelnen Punkten jedoch zu verbessern. Die Abklärungen des UVEK erfolgen aufgrund öffentlich gemachter Vorwürfe gegen die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) sowie gegen das Bundesamt für Energie (BFE) und gegen das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI).

Auch eine externe Abklärung zur Unabhängigkeit des ENSI kommt zum Schluss, dass die geforderte Unabhängigkeit gewährleistet ist und nun noch weiter gestärkt wird. Der öffentlich erhobene Vorwurf, dass zwischen dem ENSI und der Nagra "Filz" herrsche, lässt sich durch das externe Gutachten nicht erhärten.

Die fünfte Plenungsveranstaltung der Regionalkonferenz Jura Ost fand am 10. November in Windisch statt. Der Vormittag widmete sich der Bewertung der sogenannten Oberflächenstandorte, jener Areale also, die im Januar 2012 von der Nagra als mögliche Standorte für Oberflächenanlagen vorgeschlagen wurden. In diesen Anlagen werden radioaktive Abfälle für die Tiefenlagerung umgepackt, bevor sie ins Lager verbracht werden. Die Fachgruppe Oberflächenanlagen stellte den Konferenzmitgliedern den aktuellen Stand der Bewertung vor, stand in einer längeren Frage- und Diskussionsrunde Red' und Antwort und informierte über das weitere Vorgehen. 

5. regionalkonferenz

Der Nachmittag war für einen Informationsblock reserviert. Auf dem Programm standen zuerst Referate von Walter Wildi (Geologe Uni Genf), Martin Herfort (ENSI), Thomas Ernst (Nagra) und Franz Schnider (BFE). Daran anschliessend folgte eine Podiumsdiskussion, an welcher auch auf zahlreiche Fragen aus dem Publikum eingegangen wurde. 

podiumsdiskussion

 

Die 5. Plenumsversammlung der Regionalkonferenz Jura Ost findet am 10. November von 8.30 - 16 Uhr in Windisch statt. Der Vormittag ist für die Bewertung der Standorte für Oberflächenanlagen vorgesehen. Der Nachmittag ist für einen Informations- und Diskussionsblock reserviert. 

Die 6. Regionalkonferenz findet am 30. Januar 2013 statt.

Am 18. Oktober konnten die Mitglieder der Fachgruppe Oberflächenanlagen der Regionalkonferenz Jura Ost in Würenlingen die Anlieferung und das Verladen von Transportbehältern mit hochradioaktiven Abfällen beobachten. Die Abfälle wurden mit der Eisenbahn von La Hague nach Würenlingen transportiert, dort auf Lastwagen umgeladen und anschliessend ins Zwischenlager (Zwilag) gefahren. 

Umladen des Transssportbehälters

Auf Initiative der Regionalkonferenz Jura Ost fand am 11. Oktober in Riniken eine Aussprache zwischen Regionsvertretern und Vertretern der Nagra-Geschäftsleitung zum kürzlich in der Sonntagspresse veröffentlichten internen Nagra-Dokument statt. Am Treffen nahmen seitens Jura Ost die Co-Präsidenten Ueli Müller und Peter Plüss sowie Geschäftsführer Gerry Thönen teil.

Die beiden Geschäftsleitungsmitglieder der Nagra, Thomas Ernst und Markus Fritschi, räumten zu Beginn des Treffens Fehler bei der Kommunikation ein und entschuldigten sich dafür.

Die Hintergründe und der Stellenwert des am Sonntag veröffentlichten Dokuments wurden ausführlich erläutert und alle Fragen der Delegation Jura Ost beantwortet.

Ein Geschäftsleitungsmitglied der Nagra wird die Mitglieder der Regionalkonferenz Jura Ost an der Konferenz vom 10. November aus erster Hand informieren.

Vertretungen der Regionalkonferenzen und der Kantone sind von der Nagra zu einem Treffen eingeladen und werden sich dann ausführlich über die Explorationsplanung informieren können, die sich über alle sechs Standortregionen erstreckt.