Brugg

Am 15. März 2012 fand in Riniken die dritte Plenarversammlung der Regionalkonferenz Jura Ost statt. Informationen zu den im Januar veröffentlichten Vorschlägen für Standorte von Oberflächenanlagen sowie Berichte der drei Fachgruppen über ihre aktuelle Arbeit standen im Mittelpunkt dieser Versammlung. 

3. Regionalkonferenz 

Die beiden nächsten Regionalkonferenzen finden wie folgt statt: Donnerstag, 21. Juni, 18 Uhr; Samstag, 10. November, 9 Uhr. Weitere Informationen zu den Konferenzen folgen zu gegebener Zeit. 

Die Fachgruppe Oberflächenanlagen der Regionalkonferenz Jura Ost traf sich am 3. Februar zu ihrer dritten Sitzung. Neben der ordentlichen Fachgruppensitzung standen einerseits fundierte Informationen der Nagra zu den vorgeschlagenen Standorten für Oberflächenanlagen in der Region Jura Ost auf dem Programm. Andererseits hatte die Fachgruppe die Möglichkeit, unter kundiger Leitung ihres Mitglieds Donat Gubler eine Spezialführung durch das Zwilag in Würenlingen zu erleben. Höhepunkte dieser Führung bildeten die Besichtigung der "heissen Zelle" sowie der beiden Lagerhallen für hoch- und mittelaktive Abfälle.

Fachgruppe vor heisser Zelle 

Im Zusammenhang mit den Standortvorschlägen für Oberflächenanlagen organisiert das Bundesamt für Energie Informationsveranstaltungen in den Regionen. Eine erste Veranstaltung fand am 2. Februar in Bözen statt. Die zweite und letzte Veranstaltung in der Region Jura Ost wird am Abend des 1. März um 19.30 Uhr in der Mehrzweckhalle Weissenstein in Würenlingen durchgeführt. 

Die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) schlägt 20 Standortareale vor, auf denen die Oberflächenanlagen künftiger geologischer Tiefenlager platziert werden könnten. Für die Region Jura Ost sind insgesamt vier Areale vorgeschlagen. Diese befinden sich in den Gemeinden Böttstein/Villigen, Bözen/Effingen, Hornussen sowie Würenlingen.

Die Standortvorschläge der Nagra bilden gemäss Sachplanverfahren den ersten Schritt der rund vier Jahre dauernden Etappe 2. Die Regionalkonferenzen haben nun die Aufgabe, diese Vorschläge in Zusammenarbeit mit der Nagra zu diskutieren, zu bewerten und allenfalls zu ergänzen.

Die Regionalkonferenz Jura Ost hat zur Bearbeitung der Standortvorschläge eine Fachgruppe  Oberflächenanlagen eingesetzt. Diese wird sich als vorberatendes Gremium intensiv mit den vier zur Diskussion stehenden Standortvorschläge beschäftigen. 

Ca. im Herbst wird die Regionalkonferenz hinsichtlich des geeignetsten Standorts eine Empfehlung abgeben. 

Am 2. Dezember 2011 fand in Mülligen die erste Sitzung der Fachgruppe Oberflächenanlagen statt. Auf der Tagesordnung standen einerseits organisatorische und administrative Fragen und andererseits eine fundierte Einführung in die von der Fachgruppe zu bearbeitende Fragestellung. 

Den Vorsitz der Fachgruppe führt Leo Grünenfelder, Gemeindeammann von Mülligen. Stellvertretende Vorsitzende ist Cordula Soland, Gemeindeammann aus Remigen.

Die Mitglieder der Fachgruppe (v.l.): Donat Gubler, Gerhard Beuggert, Olivier Moser, Cordula Soland, Guy David, Urs Leuthard, Leo Grünenfelder, Heiko Dobler. 

fachgruppe oberflächenanlagen 

Die erste Etappe der Standortsuche für geologische Tiefenlager für radioaktive Abfälle ist abgeschlossen. Der Bundesrat hat am 30. November 2011 den Ergebnisbericht zur Etappe 1 gutgeheissen und entschieden, die sechs von der Nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) vorgeschlagenen Standortgebiete Jura Ost, Jura-Südfuss, Nördlich Lägern, Südranden, Wellenberg und Zürich Nordost in den Sachplan geologische Tiefenlager aufzunehmen. Er hat zudem das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) beauftragt, die Etappe 2 der Standortsuche zu starten. Die vorgeschlagenen Standortgebiete werden in der rund vier Jahre dauernden Etappe 2 vertieft untersucht.