Brugg

Die 18. Plenumsversammlung der Regionalkonferenz Jura Ost fand am 22. September in Villigen statt. Im Zentrum dieser Konferenz standen die ersten Umfrageergebnisse der Gesellschaftsstudie.

Der entsprechende Bericht kann bei der Geschäftsstelle bezogen werden. 

Steffen de Sombre

Die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) hat am 27. September 2016 beim Bundesamt für Energie (BFE) insgesamt 16 Gesuche für Sondierbohrungen in den von ihr vorgeschlagenen Standortgebieten Jura Ost und Zürich Nordost eingereicht. Die Bewilligungen für diese Gesuche werden frühestens Mitte 2018 vorliegen.

Bei der Wahl des Standortes für ein geologisches Tiefenlager steht die Sicherheit an erster Stelle. Daneben wurden aber auch die Auswirkungen auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt im Rahmen der sogenannten sozioökonomisch-ökologischen Wirkungsstudie (SÖW) untersucht. Das Image einer Region sowie der gesellschaftliche Zusammenhalt wurden dabei jedoch ausgeklammert. Der Ausschuss der Kantone (AdK) hat deshalb 2012 die Durchführung einer zusätzlichen Studie beschlossen, welche die SÖW ergänzen soll. Nun liegen die Ergebnisse der ersten Bevölkerungsbefragung vor. 

Die Dokumente zur Studie sind unter www.radioaktiveabfaelle.zh.ch ("Ausschuss der Kantone") verfügbar. 

Die 17. Plenumsversammlung der Regionalkonferenz Jura Ost fand am 16. Juni 2016 in der Stadthalle in Laufenburg statt. Hauptthema der Versammlung war die Stellungnahme der Kantonsexperten zum 2x2-Vorschlag der Nagra. Im Zentrum stand dabei ein Referat des Geologen Erich R. Müller zum Thema Erosion. 

Referant Erich Müller

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Leitungsteam der Regionalkonferenz Jura Ost hat an seiner Sitzung vom 5. Februar die Termine für die Vollversammlungen 2016 festgelegt: 

17. Regionalkonferenz: 16. Juni 2016, 18 Uhr, Laufenburg

18. Regionalkonferenz: 22. September, 18 Uhr, (Ort wird noch festgelegt)

19. Regionalkonferenz: 17. November 2016, 18 Uhr, (Ort wird noch festgelegt)

Vor einem Jahr schlug die Nagra vor, die Regionen Zürich Nordost und Jura Ost als mögliche Standorte für ein geologisches Tiefenlager vertieft zu untersuchen und die Regionen Wellenberg, Jura Südfuss, Südranden und Nördlich Lägern zurückzustellen. 

Eine von den potenziellen Standortkantonen beauftragte Expertengruppe kommt nun zu einem anderen Schluss. Sie hält die Einengung auf zwei Standorte für verfrüht und schlägt vor, neben den Regionen Jura Ost und Zürich Nordost auch Nördlich Lägern vertieft zu untersuchen. 

Zur Region Jura Ost hält die Expertengruppe fest, dass die Erosion das Platzangebot für ein geologisches Tiefenlager je nach Szenario stark einschränken kann. Die Neubeurteilung eines "pessimistischen Falls" könnte dazu führen, dass Jura Ost als mögliche Standortregion ausgeschlossen werden müsste.

Der Fachbericht der Expertengruppe kann unter www.ag.ch/tiefenlager heruntergeladen werden.